OHNE WORTE
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Zaubi in der örtlichen Tageszeitung
Der Blogeintrag geht heute an alle die keinen Nordbayerischen Kurier haben – also zum Teil an alle Globetrotter und Cyclisten die ich unterwegs getroffen habe.
2010_1_19_Nordbayerischer_Kurier_18
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Letzter Akt – the ACT
Wie gesagt in Cooma erstmal in die Library und dann meine letzte Etappe nach Canberra in Angriff genommen – ein echt seltsames Gefühl die letzten 100 km zu fahren und zu wissen, dass danach Schluss ist. Das Gefühl hatte ich nicht in Cairns.
Für die kleineren Orte gibt es solch einen Truck mit Büchern aus der Library aus größeren Städten (wie Cooma), sie fahren einmal die Worte in die kleinen Ortschaften und sind dann dort einen Tag.
So am späten Nachmittag meinen letzten State in Australien erreicht und da es zu weit war bis nach Canberra und keine Ortschaften auf dem Weg lagen, bei der einzigen Service Station gecampt – mein letzten Mal. Hat auch langsam gereicht, da ich seit 3 Wochen nur im Zelt geschlafen habe. Geht einem auf dauer doch ganz schön auf den Keks.
Veröffentlicht in Australian Capital Territory
8.000 geknackt und Great Dividing Range geschafft
Mit Sicherheit der schweißtreibenste 1000er – 15km nur bergauf (mind. 10 % konstant) bis zu diesem Punkt, ich war komplett nass und hab schon befürchtet mir ne Erkältung einzufangen. Funktionsklamotten sind toll – halbe Stunde Sonne und irgendwann mal wieder bergab und das Shirt war wieder trocken.
Hinter der Kurve links ist der Lookout des nächsten Bildes, hätte mit meinen 8000er Foto noch warten können, hab mich aber so gefreut den letzten 1000er in Ausi geschafft zu haben.
Auf 894 Metern Höhe und nach dem Lookout gings nochmal 5km bergauf (schwitz)
Endlich wieder Asphalt (Zivilisation)
Endlich die Spitze erreicht und jetzt erstmal nur noch gradeaus (mehr oder weniger)

Die Spuren des Staubes, zu 75 % auf roten Boden gefahren. Die hatten aber in den Bergen noch andere Farben zu bieten wie lila und gelb
Mall in Jindabyne – hatte ne public shower (toll) und einen Woolworths, leider keine Library zwecks Internet – erst in Cooma (100 km mehr). Die Mall war so richtig auf retro wilden Westen gemacht, sah echt toll aus
Mein Wild-Campingplatz am 21. März, ok nicht direkt auf der Rollbahn (Strafe 5.500 Dollar) aber auf dem Grünstreifen des Parkplatzes. Hab keinen einzigen Menschen gesehn. Der Platz war bloß 16 km von Cooma entfernt, also perfekt zum früh reinradeln und in die Library gehn. Aber die Nacht war bisher am härtesten, kein Verkehr aber schweinekalt. Halt auf 1000 Meter Höhe, sternenklare Nacht. Schätze mal mehr als 5 Grad waren es nicht, ich musste sogar in meinen Radklamotten schlafen mit Armlingen und Beinlingen und der Schlafsack wurde das erste Mal seit 4 Monaten richtig zu gemacht, dass nur noch Mund und Nase rausgeschaut haben.
Veröffentlicht in New South Wales
11 km bis Jacob´s River
Heute hatte ich mir richtig wenig vorgenommen, wollte nicht eine ganze Woche in Canberra verbringen – 4 Tage reichen auch aus. Die meisten Leute die man unterwegs trifft meinen nämlich, dass es sich nicht lohnt hier lange zu bleiben. Hatte noch genug zu essen dabei und wollte deshalb nur bis zur letzten Campsite des Nationalparks radeln.
So spät saß ich noch nie im Sattel
Da kommt man echt in Versuchung sich mal mit seinem Namen zu vererwigen – “ZAUBI-CAMPSITE” oder “JUST CYCLISTS”, konnte mich aber beherrschen
Meine Trinkwasserquelle, durch ein Missgeschick wär die Tour fast zu Ende gewesen
Kleine Familie Kängaruh war auf meinem Campsite, 3 Jungtiere und eine erwachsenes Tier. Schöne Videos gemacht, RAM reicht momentan leider nicht, freu mich schon meine ganzen Videos endlich zu Hause anschauen zu können. Ich finds echt toll, Wildtiere zu treffen und nicht solche abgerichteten Tiere, die man auch streicheln kann. Die Jungtiere kann man noch fertig machen, falls sie aggressiv werden, die Mutter hatte aber solche Schenkel, ein Kick und du hast ein paar Frakturen mehr.
Veröffentlicht in New South Wales
Wieder in NSW – in Willis *LOL
So heute ohne Rauch in der Luft bis nach NSW in den Nationalpark geradelt – hammer Erlebnis, Downhillbiker würden mich sicherlich beneiden, aber mit meinen ganzen Taschen war das echt ne Herausforderung an Bremse und Fahrstil.
Das Ortsschild ist echt ein Statement und sogar wahr – vor dem Anderen hab ich immer ein mulmiges Gefühl gehabt, was soll ich bloß machen, wenn ein ausgewachsenes Angus-Rind vor mir auf der Straße steht. Die sind um einiges größer als unseren deutschen zahmen Milchkühe. Glücklicherweise hab ich nie eines auf der Straße gesehn. Lustigerweise sind die Kühe hinter den Zäunen sogar zum Teil von mir weggerannt – noch nie einen Fahrradfahrer gesehn, wussten halt nicht ob ich eine Gefahr darstelle.
Straßenverhältnis für die nächsten 50k`s – und das war noch das bessere davon
Die Mitte war mein Ziel, laut meiner Karte eigentlich ne Ortschaft (mind. 2 Häuser), war aber nur ein Campingplatz und war doch etwas verwundert. Sonst hat die Herma Karte eigentlich immer gepasst.
Mindestens ein Radler war schon vor mir hier – ok weiß auch wer (Lunky) hab ich aber erst in Cooma erfahren, als ich in der Library mal seine Berichte durchgelesen hatte
Der Schweiß hat sich gelohnt – wahnsinns Aussicht, entschädigt einen für einiges, kommt aber auf dem Bild nicht annähernd hin. Also an alle die nach Australien fliegen: Entweder mit Bike/Motorrad oder 4WD die C608 fahren, glaubt mir es ist absolut geil! Außerdem kann man in den Free Campsites – Toilette vorhanden, Trinkwasser gibts aus dem Bergfluss (war absolut sauber – hab aus Vorsicht trotzdem mal ne Reinigungstablette reingetan) und mit etwas Glück als einziger dort – also auch was für Pärchen
– nur Essen muss man mitnehmen
Bin so 10 km bergab gefahren, schneller als 15 km/h hab ich mich kaum getraut, übelste Spurrinnen von Regenwasser (quer zur Fahrbahn), außerdem können dir hier sogar Fahrzeuge entgegen kommen – dann haste nen kleines Problem.
Ich hab in Running Waters und Jacobs River gecampt
Veröffentlicht in Victoria
Great Dividing Range
Ab dem 18. ging es über die Great Dividing Range – 200 km auf der C608 (falls ihr mal googeln wollt). Schätze mal 100 km auf dirt road, sprich nur staubige, ausgewaschene Straße mit zum Teil sehr großen Spurrinnen die durch den Regen ausgespült wurden.
Der Morgen der 1. Bergbesteigung
Es lag den ganzen Tag Rauch in der Luft, aber da mir Fahrzeuge entgegen gekommen sind und keiner mich vom weiterfahren abgehalten hat bin ich davon ausgegangen, dass es keine Probleme gibt. Nach 50 km hab ich erfahren woran es lag:
Der Sinn bei dem Burn-off ist, das Unterholz möglichst gering zu halten um einem unkontrolliertem Feuer die Nahrung zu nehmen. Durchgeführt wird dass Abbrennen vom CFA (Country Fire Agency) – sozusagen Feuerwehr und kann eigentlich nicht außer Kontrolle geraten.
Da ich es am ersten Tag nicht bis zum Nationalpark mit Free-Campsites geschafft habe, bin ich neben der Straße abgestiegen – war echt kein Problem – hier in the Middle-of-Nowhere hab ich Nachts nichtmal Autos gehört (wie Westküste von Tasmanien)
Veröffentlicht in Victoria
Busy Busy Busy
Nachdem ich die Great Ocean Road fertig hatte und es immernoch etwas hin war bis zum Rückflug Ende März nach Deutschland, stand zu Überlegung: ca. 2 Wochen in Melbourne abzuhängen oder doch noch etwas weiterzuradeln. Melb ist zwar meine Lieblingsstadt aber auch hier wird mir irgendwann die Decke auf den Kopf fallen, da mir eine Tagesbeschäftigung fehlt. Also mal schön geplant wohin es noch gehen könnte. Hab ja noch 11.287 Frequent Flyer Points von Qantas die ich in einem kurzem Gratisflug verbraten wollte. Also mal bisschen die Homepage durchforstet und rausgefunden, dass ich genau 11.000 Punkte brauch um von Canberra nach Melb zu kommen. Ticket gebucht! Route mit dem Fahrrad festgelegt! Von Geelong aus Richtung GREAT DIVIDING RANGE. –> Die sind echt Great, kommt verdammt nah ran an Tasmanien.
Bis auf zwei Städte bin ich auch nicht auf der gleichen Route gelandet, wie von Melbourne nach Sydney.
Symbiose zwischen Natur und Technik – die ZUKUNFT
Der hat noch richtig Spaß bei seinem Job (Tiere abszuchlachten)
Vom Namen her einer meiner Lieblingsorte
Muuuh
So bescheiden Lebe ich: Sieht aus wie Erbrochenes ist aber Nudeln Cabonara, Gott freu ich mich auf unsere Gaststätten und Nahrung mit Geschmack (Australisches Essen ist so geschmacklos) meine Gewürzmischung hat das Essen immer um 2 Notenstufen gehoben (Chili/Pfeffer/Mixed Herbs)
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GOR – Teil 2 weils so schö war
So am 12. war ich dann auf wunderschönen Küstenstraße mit der klasse Aussicht aufs Meer – und ich hatte seit Tagen endlich mal wieder Sonne, was zu sehr schönen Bildern geführt hat. Ansonsten wärs sicherlich nicht so toll geworden.
Ansonsten ist nichts besonderes passiert – hab in Apollo Bay mit mehreren Leuten über meine Tour gesprochen (das Übliche halt) und Abends in einem öffentlichen Spiel- und Sportplatz eines Miniortes gezeltet. Hat wiedermal keinen gestört.
Veröffentlicht in Victoria
THE GREAT OCEAN ROAD (GOR)
Ab dem 10. März bin ich auf der GOR unterwegs, die einzige Straße auf der man nach jedem Lookout darauf hingewiesen wird links zu fahren. Hab ich sonst nirgendswo so massiv gesehn. Glaub höchstens zweimal nachdem ich aus dem Airport in Melbourne raus bin und meine Tour begonnen hat.
Ach übrigens – ich liebe die lustigen gelben Schilderchen. Nicht nur die Tiere – auf der GOR hab ich einige der lustigsten Schilder mit Menschen gesehn.
Hab auch noch zwei Hong Konger (keine Ahnung ob das so richtig ist?) getroffen, die sich in Geelong ein Rad gemietet haben und die GOR bis zum Ende radeln (ca. 200-250 km) Hab sie in dem Bereich getroffen wo Bergsteigen mit dem Rad angesagt ist. Die sahen aus als ob sie sterben würden – halt nicht die besten Bikes (7 Gänge) und keine Kondition mit ihren dünnen asiatischen Beinchen. Bin Abends in Lavers Hill angekommen – ein Cyclists hat mir geraten dort zu bleiben, da keine passenden Areas fürs wild campen kommen. Wollte aber eigentlich zu einem Campsite im Nationalpark (free), müsste den kommenden morgen aber vom Beach wieder nach oben radeln und deshalb hab ich mir eine wild area next to the road ausgesucht/gefunden. Hat sich auf alle Fälle gelohnt, da ich am nächsten Morgen echt geile Landschaftsbilder in der Früh machen konnte.
Veröffentlicht in Victoria

























